Saunaerweiterung Festland Hamburg

Saunaerweiterung Festland Hamburg

Bauherr

Leistungen

Erweiterung des Saunabereichs

Bauzeit

5 Monate

Fertigstellung

2013

Saunafläche

ca. 240 m²

Außenbereich

ca. 260 m²

Generalplanung und Bauleitung durch janßen bär partnerschaft mbB (vormals de witt janßen partner)

Ausgangssituation & Aufgabenstellung

Das Festland Hamburg wurde 2009 in Hamburg Altona fertiggestellt. Mit einer konsequenten Ausrichtung und einem familien- und kindgerechten Profil dient es der Grundversorgung der angrenzenden Stadtquartiere. Im Obergeschoss des Festlands ist ein weitläufiger Saunabereich mit Dachterrasse und Saunagarten angelegt. Die Leitlinien des ursprünglichen Gebäudeentwurfs beinhalteten unter anderem eine flexible Zuschaltung von Nutzungseinheiten und Funktionen im Sinne einer baulichen Erweiterbarkeit. Die Gestaltung des Bades spiegelt ein unverwechselbares Gestaltungsthema mit dem Ziel einer Markenbildung wieder. Dies zeigt sich in den wesentlichen Gestaltungsdetails des Bades. Nach 4 Betriebsjahren besteht infolge großer Akzeptanz der Saunaabteilung Bedarf an der Erweiterung des Angebots. Entsprechend der Bedarfsanalyse ist eine Eventsauna mit Ruheraum und Außenduschen auf der Dachterrasse planen. Thematisch soll die Gestaltung des neuen Bereichs das Leitthema des Bades aufgreifen. Die vorhandene innenliegende Infrastruktur, wie Saunaumkleiden, Gastronomie und Saunaangebot sowie der Saunagarten sind dem Ablauf nach nutzbar und zu integrieren.

Architektur & Gestaltung

Der Saunagast erreicht den neuen Saunabereich über den Saunadachgarten. Ein offener, bedachter Vorbereich dient als Verteiler und bindet mit bogenförmiger Wegeführung die Außenduschen, die Eventsauna und den Ruheraum an. Der Vorbereich formt außen wie innen den Grundriss und so erhält die Sauna eine gebogene Wand, die als Panoramawand ausgebildet wird. Die Sauna ist auf 60 Saunagäste ausgelegt. Zentraler Mittelpunkt der Sauna ist ein großer Eventsaunaofen. Der benachbarte Ruheraum bietet für die Saunabesucher auf zwei höhenversetzten Ebenen ausreichend Liegebereiche zum Verweilen und zur Entspannung an. Besonderer Blickfang hier ist der quadratische, verglaste Deckenhöhenversatz im Zentrum der Decke, über den der Raum zusätzlich belichtet wird.

Konstruktion

Der konstruktive Wandaufbau der Saunaerweiterung besteht aus einem leichten, antikorrosiv beschichteten Metallständerwerk, mit einem Wärmedämmverbundsystem bzw. im Bereich des Saunadachgartens, mit einer Aluglasfassade. Das Dach ist als „harte Bedachung“ auf einer Trapezblechauflage ausgeführt. Die eingestellte Saunakabine ist innenseitig mit Thermo-Espenholz verkleidet und im Bodenbereich verfließt. Die Sitzbanklehnen verfügen über LED-Lichtbänder, die für stimmungsvolles, indirektes Licht sorgen. In die akustisch wirksamen Decken sind zusätzlich Licht-Spots eingelassen. Der Ruheraum ist mit einem Linoleumboden ausgestattet und verfügt über einen Akustikputz sowie über eine abgehängte, gelochte Decke, die akustisch wirksam ist.

Schlussbetrachtung

Bei der Planung des Festlands in Hamburg-Altona wurde mit Beginn aller Überlegungen auf ein starkes, fortschreibbares Konzept mit überörtlicher Strahlkraft wertgelegt. Auf diese Planung aufbauend fügt die Saunaerweiterung einen qualitätvollen Baustein zur Bereicherung des Saunaangebots des Festlandes hinzu. Dabei greift der neu entstandene Bereich die Formensprache auf und fügt sich gestalterisch in das Gesamtkonzept des Bestands ein. Es macht den Außenbereich nachhaltig erlebbar, in dem es einen weiteren Ort schafft der gerade in den Abendstunden zum Begehen, Benutzen und Verweilen einlädt.