Bondenwald Hamburg

Bondenwald Hamburg

Bauherr

Leistungen

Attrativierung Hallenbad, Ersatzneubau Kinderwelt und Saunabereich

Bauzeit

15 Monate

Fertigstellung

2016

Wasserfläche

ca. 800 m² (innen)

Bebaute / Sanierte Fläche

ca. 2.300 m²

Generalplanung durch janßen bär partnerschaft mbB

Ausgangssituation & Aufgabenstellung

Das Regionalbad in Hamburg-Niendorf wurde im Jahr 1975 errichtet und 1988 um einen Saunabereich und eine Kinder-Badelandschaft, jeweils in Holzständerkonstruktion, sowie um eine Großrutschenanlage erweitert. 1999 folgte der Anbau eines Trainingsbeckens in Massivbauweise. Nach 35 Betriebsjahren hat die Eigentümerin und Betreiberin, Bäderland Hamburg GmbH, eine Überprüfung der Standsicherheit des Gebäudes beauftragt. Das Ergebnis führte zu der Entscheidung, das vorhandene Bad teilweise durch einen Neubau zu ersetzen, mehrere Bereiche umfassend zu sanieren und an die heutigen Anforderungen anzupassen. Die Aufgabe bestand in der Erneuerung der Kinder-Badelandschaft in Form eines Ersatzneubaus auf der verbliebenen Bodenplatte, dem Abbruch der Großrutsche und der Erweiterung, Sanierung und Attraktivierung des Saunabereiches, einschließlich der Vergrößerung des Saunagartens. Der Bau einer zusätzlichen Außensauna mit angegliederten Ruhebereichen wurde zunächst zurückgestellt. Das Mehrzweckbecken wurde in einen Adventurepool umgestaltet. Des Weiteren erfolgte eine komplette Neugestaltung der Räumlichkeiten der Mehrzweckhalle, des Lehrschwimmbereiches und der Eingangshalle. Alle Maßnahmen waren unter Berücksichtigung des Weiterbetriebes der Trainingsschwimmhalle, des Freibades und der zugehörigen Umkleide- und Sanitärbereiche durchzuführen.

Lage und Erschließung

Das Freizeitbad Bondenwald liegt im Stadtteil Hamburg-Niendorf, verkehrsgünstig an der Friedrich-Ebert-Straße gelegen. Im Nordosten sind dem Gebäude ein Bereich mit KFZ-Stellplätzen und ein kleiner baumbestandener Vorplatz vorgelagert, im Südwesten befinden sich der Freibadbereich, der Saunagarten und dahinter ein städtischer Sportplatz. Im Nordwesten und im Südosten schließen sich jeweils mehrgeschossige Wohnbebauungen an. Alle Bereiche des Freizeitbades werden über die zentrale Eingangshalle erschlossen. An einem zentralen Kassen-Counter erfolgt der Zutritt zu den Bereichen Freibad und Sauna, direkt gegenüber liegt der Zugang zu den verschiedenen Schwimmhallen (Kinder-Badelandschaft, Mehrzweckhalle mit Adventurepool, Lehrschwimmhalle und Trainingshalle) mit einer zentralen Umkleide und separaten Sanitärbereichen. Die gesamte Anlage bietet außerdem für einige Teilbereiche auch direkte Übergangsmöglichkeiten.

Architektur und Gestaltung

Der gesamte Innen- und Außenbereich wurde durch den Einsatz warmer Farben aller Materialien und Oberflächen neu definiert. Der Saunabereich wurde komplett entkernt, um unter geringfügigen Gebäudeerweiterungen eine neue Aufteilung der Bereiche Ruheräume, Umkleiden, Duschen und WCs vornehmen zu können. Das „Schwitzangebot“ konnte um eine Saunakabine auf insgesamt vier Kabinen erweitert werden. Der gesamte Saunabereich und der Saunagarten wurden in Anlehnung an die japanische Architektur und Gartenarchitektur gestaltet. Der Kleinkinderbereich hat in seiner Gestaltung das Thema „Wald“ aufgenommen.

Angebot

Das Saunaangebot umfasst drei Saunen mit unterschiedlichen Gestaltungselementen und Temperaturangeboten, sowie ein Dampfbad. Es gibt einen Eisbrunnen, verschiedene Kaltwasseranwendungen im Innen- und Außenbereich, zwei Kalttauchbecken, Massageräume und einen Gastronomiebereich, der über eine zusätzliche Ausgabe auch die Gäste der anderen Nutzungsbereiche versorgen kann. Im Saunagarten befindet sich eine weitere Außensauna. Im Kleinkindbereich gibt es verschiedene Becken mit einer Gesamtwasserfläche von etwa 60 m und einen separaten Partyraum für die Ausrichtung von Kindergeburtstagen. Die verschiedenen Schwimmbecken im Innenbereich haben eine Gesamtwasserfläche von etwa 800 m (Mehrzweckbecken: 420m², Lehrschwimmbecken: 115 m und Trainingsbecken: 265 m).

Konstruktion

Die Neubauten und Erweiterungen wurden aus statischen Gründen in einer Holzrahmenbauweise, zum großen Teil auf vorhandenen Bodenplatten errichtet und mit hinterlüfteten und geputzten Fassaden versehen. Alle Glasfassaden wurden in hochwärmegedämmten Leichtmetall-Systemen erneuert. Die Dachflächen konnten in weiten Bereichen komplett und umfassend saniert werden und entsprechen somit den energetischen Anforderungen mehr als erforderlich.