Festland Hamburg

Festland Hamburg

Bauherr

Leistungen

Neubau eines Freizeitbades

Bauzeit

21 Monate

Fertigstellung

2009

Wasserfläche

ca. 1.010 m² (innen) & ca. 450 m² (außen)

Bebaute / Sanierte Fläche

ca. 4.260 m²

Planung und Bauleitung durch janßen bär partnerschaft mbB (vormals: de witt janßen partner)

Ausgangssituation & Aufgabenstellung

Der Bezirk Altona, ist der Schwerpunkt eines städtebaulichen Entwicklungs- und Sanierungskonzeptes, das auf die Aufwertung, Sicherung und nachhaltige Entwicklung der sozial- und stadträumlichen Strukturen innerhalb der Quartiere abzielt. In den Jahren 2004 und 2005 sind die erforderlichen politischen Beschlüsse gefasst worden, das alte Bismarck-Bad am Altonaer Bahnhof abzureißen und durch einen Badneubau am nördlichen Rand des Walter-Möller-Parks zu ersetzen. Dieses Bad sollte zum einen der Grundversorgung der angrenzenden Quartiere und des Bezirks dienen, zum anderen in seiner konsequenten Ausrichtung eines familien- und kindgerechten Profils von überörtlicher Strahlkraft sein.

Architektur & Gestaltung

Für den Entwurf wurde festgelegt, dass sich das neue Gebäude nach Norden hin am Goverstweg – gleichsam auf der Stadtseite – mit einer klaren Kubatur an die stadträumliche Umgebung der Blockrandbebauung zu adaptieren habe, während sich dagegen nach Süden hin der Baukörper wie eine Hand in den Walter-Möller-Park öffnen und so mit der organischen Struktur des Parks korrespondieren sollte. Eine besondere Stellung nimmt hierbei die elliptisch geformte Kinderwelt – das Dinoland – ein, die als besonderer Eye-Catcher funktional und gestalterisch hervorsticht.

Folgende Leitlinien wurden als Entwurfsgrundsätze festgelegt:

• konfliktfreie Nutzung der Produktbausteine durch bauliche Separierung,
• Schaffung von Synergien durch Überlagerung/Mehrfachnutzung von Komponenten,
• Reduktion der Gebäudekubatur und -fläche zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit,
• Schaffung einer klaren Wege- und Gebäudestruktur,
• flexible Zuschaltung von Nutzungseinheiten und Funktionen,
• Ausgestaltung einer Unverwechselbarkeit in Konzept, Thematik und Design mit dem Ziel einer Markenbildung.

Angebot

Im Erdgeschoss sind im Wesentlichen südlich eines Funktions- und Umkleidetraktes Schwimmangebote angesiedelt, die sowohl auf das sportive Einzel- und Gruppenschwimmen, das Schul- und Vereinsschwimmen als auch auf vielfältige Kurs- und Aquafitnessangebote abzielen. Diese Schwimmangebote finden in erster Linie im Innen- und Außenpool, dem Sportpool und dem an das Dinoland angegliederten Kurspool statt. Das Dinoland selbst bildet neben den anderen Badeangeboten den zentralen Produktbaustein für Kinder und Familien und bietet mit dem Planschbecken, dem Erlebnisbecken, der Bachrutsche, dem Vulkan, der Regengrotte und vielem mehr ein zentrales und essentielles Angebot des Bades, das in seiner Ausrichtung auf Kinder bis zu etwa 12 Jahren in dieser Form in Hamburg und Umgebung einzigartig ist. Die Saunaebene ist im Obergeschoss angesiedelt und bietet neben klassischen Schwitzangeboten mit 65°- und 95° C-Saunen, zwei unterschiedlich aromatisierte Dampfbäder sowie ein vielfältige Massage- und Wellness-Angebote. Nach Süden hin öffnet sich die Sauna auf eine großzügige, gärtnerisch angelegte Dachterrasse, deren zentrales Element ein Ganzjahresaußenwarmbecken mit Whirlliegen und einem separaten Kalttauchbecken ist und korrespondiert so mit den Liege- und Verweilflächen im Innern, die zum Großteil an eine Saunagastronomie anschließen. Wie vor erwähnt, bildet die Gastronomie neben den „klassischen“ Bade- und Saunaangeboten einen weiteren, zentralen Produktbaustein des Bades. Abgerundet wird das gastronomische Profil durch eine sogenannte externe Gastronomie,die sich in ihrer Zielgruppe an wartende Eltern, aber auch bewusst an Gäste aus dem Quartier richtet.

Ausblick

Das neue Kinder- und Familienbad hat das Schwimmangebot im Bezirk Altona nachhaltig verbessert und ist geeignet, durch sein breit gefächertes Angebot neue Besuchergruppen zu erschließen. Bereits nach einem Betriebsjahr kann erkannt werden, dass die betreiber- und planerseitigen Erwartungen hinsichtlich der Zielgruppenorientierung und Marktplatzierung eingetroffen sind und dass sich das Bad insbesondere bei Kindern und jungen Familien einen festen Platz in der Hamburger Bäderlandschaft erworben hat.